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Informationen und Tipps rund um den Garten




SommergartenStell Dir vor, es ist Sommer:
Die Sonne scheint und der Wunsch nach Urlaub wird immer größer, doch an Wegfahren ist im Moment nicht zu denken.

Viele Freunde und Bekannte sind im Sommerurlaub, genießen mediterranes Leben und lange Nächte unterm Sternenhimmel – neidisch? Dazu besteht kein Grund, denn das südländische Lebensgefühl kennt keine Grenzen und lange, laue Sommernächte lassen sich auch hier genießen.

Garten, Balkon und Terrasse bieten sich für einen besonderen Kurzurlaub an, dem schnellen Ausstieg aus dem Alltag, nach Feierabend und am Wochenende –
Ein Reiseziel, an dem die Uhren anders ticken, langsamer, ohne Hast und Eile.


Magisches Blau

Magisches BlauMit einigen Tricks, einfachen Mitteln und stilvoller Gartendekoration hält das Urlaubsgefühl im Garten oder auf Balkon und Terrasse Einzug. Die Farbe Blau besitzt fast magische Kräfte und die kann man sich zunutze machen: Leuchtendes Blau hat etwas Mediterranes an sich und erinnert an den sonnigen Süden mit azurblauem Himmel und endlosem Meer. Mit dem Farbtopf kann im Garten nachgeholfen werden, um diesem Traum näher zu kommen, indem z.B. eine Bank, ein Stuhl oder ein anderes auffallendes Gestaltungselement kobaltblau gestrichen wird. Kombiniert mit erfrischenden Pastelltönen wird das südliche Flair noch verstärkt. Auch auf dem Balkon kann etwas Farbe Wunder wirken und ein kleiner Tisch in leuchtendem Blau oder ein großer Pflanzkübel in zartem Pastellblau bringt die Leichtigkeit des Sommers in den Topfgarten.

Urlaubspflanzen

Neben den richtigen Farben hilft auch die Pflanzenauswahl beim Entspannen zu Hause: Großblättrige Pflanzen wirken exotisch und verstärken so das Urlaubsgefühl. Blüten in warmen Orange- bis Rottönen setzen Akzente und erinnern an italienische Terracotta. Die Wärme in den Mittelmeergebieten führt dazu, dass bestimmte im Sommer blühende Zwiebelblumen dort besonders populär sind, z.B. Schmucklilien (Agapanthus), Indisches Blumenrohr (Canna), Begonien und Dahlien. Diese Pflanzen vertragen die hohen sommerlichen Temperaturen gut, denn sie stammen ursprünglich aus wärmeren Regionen. Die meisten im Sommer blühenden Zwiebeln und Knollen sind frostempfindlich und werden deshalb erst im Frühjahr gepflanzt. (IZB)

Jetzt wird`s "Euphorbisch"

Euphorbia characciasMit  Wolfsmilchgewächsen (Euphorbia) hält auch in unseren Gefilden mediterranes Ambiente Einzug:
Herrliche limonengelbe Blüten - interessante Blattfarben und -strukturen - ornamentale Gestalten.

Die meisten Euphorbien wachsen gern an trockenen, sonnigen Standorten. Aber es gibt auch Arten, wie zum Beispiel Euphorbia robbiae, für die es gar nicht schattig genug sein kann.

Besonders imposant ist die Mittelmeer Wolfsmilch (Euphorbia characcias).
Diese wintergrüne Schönheit ist fantastisch in allen trockenen Beeten oder auch als Kübelpflanze auf "Balkonien".

Silbriggraue Blätter vermitteln das ganze Jahr echtes "Mittelmeer-Feeling" und limonengelbe Blüten bieten ab März ein echtes Highlight. 

Oder lieber in den Dschungel?

BananenblattDer Dschungel kann auch im kleinsten Hinterhof locken! Mit verschiedenen Bambus-Arten, winterharten Palmen und Bananenstauden holen Sie sich den Urwald vor die Tür. Gerade der rasant wachsende Bambus bietet sich nicht nur als schneller Sichtschutz an. Mit seinem leichten, lockeren Wesen verzaubert er jede Gartensituation. Ob als bodendeckender Winzling oder als über zehn Meter hoher Gigant: Für jeden Zweck steht eine breite Auswahl an winterharten Arten zur Verfügung.
Man glaubt es kaum, aber auch Palmen-Arten, wie die Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) lassen sich erfolgreich im Garten ansiedeln. Sie ist in ihrer Heimat häufig längeren Frostperioden mit Eis und Schnee ausgesetzt und für unser Klima eine der robustesten und wuchsfreudigsten Palmenarten, mit bis zu 30 cm Stammwachstum jährlich. Auspflanzzeit ist von Mai bis August. So kann die Palme sich, lange vor dem nächsten Winter, an den neuen Standort gewöhnen und ausreichend neue Wurzeln bilden.


Der Vorgarten als Visitenkarte des HausesDer erste Eindruck ist entscheidend, im Vorstellungsgespräch wie beim Vorgarten. Erst ein individuell gestalteter Vorgarten gibt dem Haus ein Gesicht und macht es wiedererkennbar. Und er ist ein täglich erlebtes Stück Natur, denn wie oft hält man sich in den Wintermonaten im hinteren Teil des Gartens auf? Der Vorgarten hingegen fällt an jedem Tag ins Blickfeld. Keine Kleinigkeit bleibt unentdeckt, weder das erste duftende Veilchen im Frühjahr noch die letzten feurig getönten Blätter im Herbst. Deshalb lohnt eine gut durchdachte Planung des Vorgartens, erfüllt er doch viele wichtige Funktionen: Er signalisiert den Beginn des privaten Raums, schafft Abstand zur Straße, dient als Arbeitsfläche für kleine Reparaturen und Abstellfläche für Abfalltonnen und Fahrräder, als Kinderspielplatz, Treffpunkt und Durchgangsweg zwischen Haus und Garage oder dem Garten hinter dem Haus. Gemeinsam mit Ihnen verleihe ich der Visitenkarte Ihres Hauses eine professionelle und unverwechselbare Gestalt.


Mehr als nur der Weg zur Haustür

Auf einer fachgerecht verlegten Pflasterfläche ohne Stolperfallen gelangt man sicheren Fußes ins Haus. Polierte Natursteinplatten werden bei Nässe schnell rutschig und sollten für den Außenbereich tabu sein, besser sind sägeraue Platten. Ein mit dem Wegematerial harmonierender Findling, eine Skulptur oder Natursteinblöcke in Sitzhöhe runden das Bild ab. Besonders freundlich und einladend wirkt ein Vorgarten, der den Namen Garten auch verdient. Bekanntlich kommt es ja nicht auf die Größe an, aber je kleiner die Fläche, desto mehr Geschick ist gefragt: Mit wenigen Mitteln viel zu erreichen, ist auch für Experten eine reizvolle Herausforderung. Ein kleiner Hausbaum oder ein großer Strauch bilden das Gerüst. Für den Einzelstand besonders geeignet sind winterblühende Gehölze, die in der kalten Jahreszeit alle Blicke auf sich ziehen. Fällt die Entscheidung zum Beispiel auf die Schneeball-Art Viburnum farreri oder die angenehm duftende Heckenkirsche (Lonicera purpusii), wirkt dies wie eine Aromatherapie in der dunklen Jahreszeit. Immergrüne wie der Buchsbaum ersetzen bei Platzmangel die obligatorische Tanne und sorgen mit glitzerndem Raureif oder Schnee bedeckt für vorweihnachtliche Stimmung. Ab dem Frühjahr übernehmen dann blühende Stauden und Kleinsträucher die Hauptrolle im Beet.“


Ins rechte Licht gerückt

Erleuchtete Eingangsbereiche und Wege heißen erwünschte Besucher willkommen und ersparen den Bewohnern das lange Suchen nach dem Hausschlüssel. Mit einem Bewegungsmelder verbunden, verscheucht eine helle Lichtquelle zudem ungebetene Gäste. Versieht man die Beleuchtung mit Dimmer, so lässt sich je nach Wunsch sanfte Dauerbeleuchtung oder auch helles Arbeitslicht schaffen.
Damit bei Dunkelheit auch die Bepflanzung nicht ihre Wirkung verfehlt: Ein Solitärstrauch, dessen Geäst oder Blattwerk abends von unten angestrahlt wird, wirkt imposant und wie aus einer anderen Welt. Eine gelungene Beleuchtung lebt vom spannungsvollen Wechsel zwischen Licht und Dunkel. Ein Garten, der zu jeder Tages- und Nachtzeit benutzbar ist und Aufenthaltsqualität bietet, ist zeitgemäß: Die Trendforscherin Li Edelkoort prophezeit für die kommenden Jahre eine Veränderung der Gartennutzung, die heutigen Lebensbedingungen in der Stadt forcieren den Gartengenuss rund um die Uhr. Beleuchtete Elemente machen selbst dann den Garten zu einem Blickfang, wenn die Außentemperaturen einen Aufenthalt auf der Terrasse nicht zulassen.

funktionale Beleuchtung und magische Lichteffekte

Mit einer raffiniert geplanten Beleuchtung lassen sich erstaunliche Effekte erzielen: Kühleres Licht am Wegesrand und warmes Licht an der Haustür üben eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Praktisch und schön sind in den Boden eingelassene Leuchtsteine mit Leuchtdiodentechnik, kurz LED. Sie sind langlebig, energiesparend und lassen sich schwellenlos in den Pflasterbelag der Einfahrt integrieren. Wegen des geringen Stromverbrauchs eignet sich diese Technik auch für die Kombination mit Solarzellen, die von normalem Tageslicht gespeist werden. Sehr dekorativ sind auch fragile Skulpturen aus Lichtleitfasern, die sich - feinen Gräsern ähnlich - schon bei einem leisen Lufthauch hin und her wiegen. Niedervoltanlagen für die Beleuchtung von Wasserflächen und Brunnen verleihen dem Garten durch die Reflexion des Lichtes im Wasser einen traumhaften Charakter.(BGL)


Auf die Planung kommt es an

Eine professionelle Gartenberatung ist der erste Schritt zur Gestaltung und wirkungsvollen Beleuchtung des Vorgartens. Zwar lässt sich eine Beleuchtung auch nachträglich installieren, aber oberflächennah verlegte Leitungen sind eine Gefahrenquelle bei Pflanz- und Pflegearbeiten mit Spaten und Hacke und sehen nicht gut aus. Gern helfe ich Ihnen bei der Aufteilung der Flächen und berate Sie, welche Bereiche nach sicherheitstechnischen oder ästhetischen Kriterien beleuchtet werden sollen. Warum nicht den Wunsch nach mehr Licht vor der Haustür mit der Neuanlage des Vorgartens verbinden? Da vor dem Haus meist andere Standortbedingungen herrschen als dahinter, lässt sich dort auch ein ganz anderer Gartenstil verwirklichen. Ein Themengarten wie der Heidegarten eignet sich für die Sonnenseite des Hauses, auf der Nordseite lässt sich mit einem liegenden Baumstamm - umgeben von sattgrünem Farn und zarter Elfenblume - eine kleine Waldsituation nachempfinden. Ich berate Sie gern, welche Stilmöglichkeiten Ihr Vorgarten zulässt und wie Sie Ihre Mittel effektiv und nachhaltig einsetzen.




Acer platanoides 'Globosum' betonen den EingangsbereichEin Hausbaum ist etwas ganz Besonderes. Er hat fast magische Fähigkeiten, denn er macht ein Haus unverwechselbar, verleiht ihm Persönlichkeit und erzeugt ein Gefühl der Geborgenheit. Ein Baum in der Nähe des Hauses schafft eine optische Verbindung zwischen Drinnen und Draußen und ermöglicht eine Fülle an Naturbeobachtungen, da er vielen Kleintieren einen Lebensraum bietet. Er lässt den Wechsel der Jahreszeiten intensiv miterleben und ist ein Fixpunkt im Garten.

Schutz- und Lebensbäume

Haus und Baum können eine Einheit bilden, die so einzigartig ist wie ein Fingerabdruck. Die große Auswahl schöner Hausbäume macht das möglich: Sie reicht von kompakten Kugelbäumen für kleine Vorgärten bis hin zu Exemplaren, die sich zu mächtigen, eindrucksvollen Baumgestalten entwickeln. Hausbäume wurden von unseren Vorfahren aus den verschiedensten Gründen gepflanzt. Sie sollten Gebäude vor Unheil schützen und Blitze, böse Geister und Hexen fernhalten. Bäume wurden außerdem oft zur Geburt, Taufe oder Hochzeit gepflanzt. Man glaubte, dass ihr Schicksal auf besondere Weise mit dem der Hausbewohner verbunden sei.


Bodendeckende Stauden

Zum Unterpflanzen und zum Beschatten des Wurzelbereichs eines Hausbaumes sind niedrige, teppichbildende Stauden ideal, z.B. die Golderdbeere (Waldsteinia) sowie verschiedene Storchschnabel-Arten und -Sorten (Geranium). Das dekorative, dichte Blattwerk dieser Stauden schützt den Boden vor Austrocknung und die schönen Blüten bieten farbliche Abwechslung: Die Blütenfarben des Storchschnabels umfassen neben Weiß und Rosa auch rote und blaue Töne. Die Golderdbeere belebt halbschattige und sogar schattige Gartenpartien mit leuchtend gelben Blüten. Für lichtarme Gartenecken sind auch Schatten vertragende Gräser wie die robuste, wintergrüne Wald-Marbel (Luzula) gut geeignet.

Kleine Bäume

Selbst wer wenig Platz hat, kann einen Hausbaum pflanzen. Klein bleibende Bäume wie die Kugel-Akazie (Robinia pseudoacacia ’Umbraculifera’) sind hier eine gute Lösung. Dieser Baum formt von Natur aus markante, runde Kronen. Der Kugel-Ahorn (Acer platanoides ’Globosum’) und der Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignonioides ’Nana’) bilden auch ohne Schnitt eine runde Krone, die dann allerdings mit zunehmendem Alter flacher wird.

Spiegel der Jahreszeiten

Ein Obstbaum spiegelt den Lauf des Jahres von der Blüte im Frühjahr bis zur Erntezeit im Herbst besonders deutlich wider. Obstbäume können eine beachtliche Größe entwickeln, doch es gibt auch viele klein bleibende Sorten, so dass selbst in einem Stadtgarten noch für ein Apfelbäumchen Raum ist. Doch sollte man hier bedenken, dass Obstbäume einen regelmäßigen, fachgerechten Schnitt benötigen.

Wenn Gartenbesitzer Rot sehen...

Eine Ausnahmepersönlichkeit unter den Hausbäumen ist die Hängeblutbuche (Fagus sylvatica ’Purpurea Pendula’). Sie hat tiefrote Blätter und bis zum Boden herunterhängende Äste. Auch die Blut-Pflaume (Prunus cerasifera ’Nigra’) beeindruckt mit intensiv dunkelroten Blättern. Sie entwickelt sich zu einem baumartigen Strauch oder kleinen Baum, der vor oder während des Blattaustriebes im Frühjahr dicht mit hellen, rosaweißen Blüten bedeckt ist.

Riesen und Zwerge

Es muss nicht die Farbe der Blätter sein, die auffällt, auch ihre Form kann einen Baum adeln. Dies trifft z.B. auf den Ginkgo zu. Er gilt als lebendes Fossil, denn er existierte schon zu Zeiten der Dinosaurier. Vor den Eiszeiten war der Ginkgo in Mitteleuropa heimisch. Er starb hier aus, überlebte aber in China und gelangte von dort wieder nach Europa. Seine außergewöhnlichen, fächerförmigen Blätter haben schon Goethe fasziniert, der ihn in seinem Gedicht „Ginkgo biloba“ verewigt hat. Dieser Baum kann 15 bis 20 m oder sogar höher werden, doch es gibt auch kleinere Sorten wie den Ginkgo ’Mariken’, einen Miniaturbaum mit rundlicher Krone. Er wächst langsam und bleibt so klein, dass er als Kübelpflanze sogar den Balkon oder Eingangsbereich verschönern kann.

 Die richtigen Fragen stellen

Ein Hausbaum ist ein Freund fürs Leben und es lohnt sich deshalb, ihn mit Bedacht auszusuchen. Einige Entscheidungskriterien sind schon durch den zukünftigen Standort vorgegeben, z.B. Bodenart, Lichtverhältnisse, Mikroklima und der Platz, der zur Verfügung steht. Dazu kommen eigene Wünsche wie schöne Blüten, dekoratives Laub, essbare Früchte oder eine auffallende Herbstfärbung. Praktische Aspekte sind ebenfalls wichtig: Soll der Baum eine bestimmte Funktion erfüllen, beispielsweise Schatten spenden oder als gestalterisches Element dienen?

 Für eine gelungene Partnerschaft

Auch das zukünftige Umfeld des Baumes sollte bei den Überlegungen eine Rolle spielen, denn ein Baum kann den Stil des Hauses unterstreichen. Welche Form soll die Krone haben, beispielsweise dicht geschlossen und geometrisch oder besser locker und breit ausladend? Ein Baum mit einer kugelförmigen oder säulenartigen Krone passt gut zu einem modernen Gebäude, während sich ein Baum mit lockerem, breitem Wuchs und dem Zauber des Ursprünglichen ausgezeichnet in ein ländliches Umfeld einfügt. Wer sich so vorbereitet und beim Kauf gut beraten lässt, wird viele Jahre lang Freude an einem ganz besonderen Baum haben. (PdM)



Efeu-Hecke am laufenden MeterEin häufiges Dilemma: Der Neubau des Hauses ist fertig, die Terrasse lädt zum Aufenthalt im Freien ein. Was immer noch fehlt, ist eine attraktive Trennwand, die das Grundstück zum Nachbarn abschirmt und für entspannte Privatsphäre sorgt. Mit der Hecke am laufenden Meter als grünem, dichtem Sichtschutz rückt der Nachbarn in weite Ferne. Was an nur einem Tag entsteht, ist eine attraktive, natürliche und blickdichte Abgrenzung zur Außenwelt.

Die Hecke am laufenden Meter ist mit dreierlei Pflanzen erhältlich: Lieferbar sind Laub abwerfende Sträucher wie Fagus (Rotbuche) und Carpinus (Hainbuche) und auch die wintergrüne Hedera (Efeu). Die Hecke wird im Frühjahr und im Herbst an beiden Seiten des Gitters zurück geschnitten und mindestens einmal im Jahr gedüngt. Vor allem während trockener Perioden ist eine regelmäßige Bewässerung ratsam.

Die praktische Hecke ist überall dort sinnvoll, wo sofortiger grüner Sichtschutz gewünscht und wenig Platz ist: Im Privatgarten, in engen Wohnsiedlungen, auf Terrassen und auch Balkonen bietet die Hecke am laufenden Meter eine pflegeleichte und langlebige Alternative zu Holzzäunen. (Halm)


Grenzabstände für Heckenpflanzen
Vor einer Heckenplanung sollten Sie sich vergewissern, dass die Grenzabstände zum Nachbargrundstück oder anliegenden öffentlichen Grundstücken eingehalten werden. Den genauen Mindestabstand können Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung erfragen. Allgemein gilt: Grenzabstand mindestens 100cm, Heckenhöhe maximal 300cm.

Pflanzzeiten für Heckenpflanzen
Die richtigen Zeiten zum Pflanzen richten sich nach den Klimaverhältnissen und Witterungsbedingungen. Frischgerodete Heckenpflanzen als Laubgehölze können in der Regel im Herbst ab Ende Oktober (Herbstsaison) und im Frühjahr bis Ende April (Frühjahrsaison) gepflanzt werden.
Frischgerodete immergrüne Nadelgehölze und Koniferen können oft schon ab Ende September und im Frühjahr bis Anfang Mai gepflanzt werden.
Container-Pflanzen können im Prinzip während der ganzen Vegetationsperiode gesetzt werden.

Pflanzabstände bei Heckenpflanzen
Man unterscheidet zwischen lockerwachsenden, naturnahen Hecken und streng geformten Hecken, die entweder durch säulenförmigen Wuchs oder durch regelmässigen Schnitt mehr oder weniger schmale grüne Begrenzungen bilden.
Ausschlaggebend für den Pflanzabstand ist die Grösse und Verzweigung einzelner Heckenpflanzen. Bei zu geringem Pflanzabstand schliesst sich eine Hecke zwar sehr schnell, aber dabei besteht die Gefahr, dass Sie später wegen Lichtmangels von innen verkahlt. Als allgemeiner Richtwert gilt bei lockerwachsenden Hecken ein bis zwei Stück pro Meter, bei streng geformten Hecken zwei bis fünf Stück pro Meter.

Die Praxis der Heckenpflanzung
Je nachdem, wie lang eine Hecke gepflanzt werden soll, erfolgt die Ausrichtung des Pflanzgrabens oder der Pflanzlöcher mittels einer Richtschnur. Der Pflanzgraben oder einzelne Pflanzlöcher sollten etwa 1/3 grösser und breiter als der Wurzelballen ausgehoben werden.
Da Heckenpflanzen auf engstem Raum wachsen müssen, ist vor der Pflanzung eine gute Bodenverbesserung notwendig. Auf einfache Weise kann der Boden des gesamten späteren Wurzelbereichs durch Beigaben von Kompost oder anderer Naturdünger verbessert werden. Salzähnliche Mineraldünger sollten man nicht direkt in den Wurzelbereich geben.


Staudenbeete machen viel Arbeit und erfordern großes Fachwissen?
Im Folgenden eine kleine Staudenliste: Diese Pflanzen entwickeln sich mit ihrem kraftvollen Wesen zu üppiger Schönheit und benötigen nicht viel Pflege. Sie lassen sich wunderbar miteinander kombinieren und vermitteln den Eindruck eines wildnishaften Gartens. Pflanzen - zurücklehnen - genießen und träumen:
•Anemone japonica
•Aster ericoides
•Aster laevis
•Boltonia
•Brunnera
•Cephalaria
•Chelone
•Echinops
•Foeniculum
•Macleya
•Veronica virginiaca




Auf Gartenschauen, hier Burghausen, werden (leider) oft Trends gesetztIm Vergleich zur Gartenbegeisterung in England ist Deutschland noch Entwicklungsland. Neben einer schier unüberschaubaren Anzahl verschiedener Gartenzeitungen und Fernsehformaten, wird dort insbesondere über die Gartenschauen intensiv berichtet. Tägliche, einstündige Berichterstattungen, zum Beispiel von der Chelsea Flower Show, erreichen für hiesige Verhältnisse unglaubliche Einschaltquoten.
Der Einfluss der Medien reicht in England mittlerweile bis in die Planung und Konzeption der Gartenschauen: Die Schaugärten sind dort nicht betretbar, Pflanzenauswahl und Blütezeitpunkte sind exakt auf die wenige Tage dauernden Veranstaltungen abgestimmt. Und die bühnenhafte, bildartige Planung der Gärten orientiert sich verstärkt an der zweidimensionalen Darstellung in Zeitschriften und Fernsehen. Dort werden Trends gesetzt, mit denen sich Gartenarchitekten und ausführende Betriebe europaweit auseinandersetzen müssen. Oft ist es den Kunden nur schwer zu vermitteln, dass die Bilder, die sie in Zeitschriften und Büchern finden, nur bedingt dauerhaft umsetzbar sind und meist nur kurze Blüte-Highlights von wenigen Wochen bieten. Zudem lässt sich die auf das milde englische Klima abgestimmte Pflanzenauswahl nicht immer auf hiesige Verhältnisse übertragen.

Gestaltungstrends

Gestalterische Aspekte werden bei der Planung von Gärten immer stärker akzentuiert. Pflanzen treten oft nur noch als dekorative Begleitelemente in Erscheinung. Auch dies lässt sich als Folge auf das mediale Ereignis "Gartenschau" zurückführen. "Über Nacht" erstellt, für fünf Tage gebaut: Der Anspruch, ein fertiges "Gartenbild" zu ergeben, reduziert die Pflanzenauswahl auf Machbarkeit und Blütezeitpunkte. So werden einige Pflanzen, wie Allium 'Purple Fusion' zum unvermeidlichen Trendartikel. Zudem haben viele Planer keine Ahnung mehr von Pflanzen: Innenarchitekten, Dekorateure und Designer haben den Garten als Gestaltungsort entdeckt und wecken mit kraftvollen, spektakulären Gestaltungen aus meist toten Baustoffen das Interesse der Armada von Gartenfotografen.

Materialtrends

Der "Siegeszug" der Gabionen wird sich in Zukunft auch verstärkt im Hausgartenbereich fortsetzen. Dabei werden zunehmend ungewöhnliche Füllstoffe, wie Holz oder Glas eingesetzt. Glas ist überhaupt stark im Kommen: Ob als Bodenbelag in Form von Glaskies oder Splittern, als in den Boden eingelassene Glasplatten zur Beleuchtung oder auch als Mulchstoff in Pflanzungen.


Bambus und KiesBepflanzungstrends

Was auf herkömmlichen Wege ein bis zwei Jahre dauert, wird heute über Nacht gefordert: Blumenwiesen. Wiesenartige Staudenpflanzungen, gepflanzt aus hunderten von Gräsern und Stauden sind ein Trend der 2001 begann und sich weiter fortsetzt. Keine Gartenschau ohne diese aufwändigen, nur kurze Blüte-Highlights setzenden Pflanzungen.

Auch der wunderbare Bambus gerät zunehmend durch unsachgemäße Sortenwahl und die Desinformation über die "Blühproblematik" in Verruf. Asiatisch anmutende Gartenbilder von Bambus und weißem Mamorkies finden sich mittlerweile in fast jedem Gartenbuch. Doch nach zwei bis drei Jahren ist die Pracht vorbei. Algen und Schmutz lassen den Kies unansehlich werden. Hier ist eher zu heimischen, hellen Kiessorten zu raten. Zudem wird dort oft der bekannteste Bambus, Phyllostachys aurea, benutzt. Allerdings heißt er nicht aurea weil seine Halme schön golden werden sondern weil seine Blätter nach und nach vergilben und abfallen. Bei Kiesflächen ist dort also dauerhaft für Beschäftigung gesorgt...






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